Handbuch für Primär-Versorgungs-Einheiten

Folgende Charakteristika einer PVE-Gruppenpraxis GmbH können zusammenfassend festgehalten werden:

  • Die PVE-Gruppenpraxis GmbH ist steuerlich gleich zu behandeln wie eine „gewöhnliche“ Gruppenpraxis-GmbH nach dem ÄrzteG.
  • Die Gewinnverteilung folgt grundsätzlich dem Beteiligungsverhältnis der Gesellschafterinnen/Gesellschafter. Die Arbeitsleistung der Gesellschafterinnen/Gesellschafter kann über fremdübliche Verträge abgegolten werden.
  • Fremdübliche Verträge (Werkverträge, Mietverträge etc.) zwischen Gesellschafterinnen/Gesellschaftern und PVE-Gruppenpraxis GmbH sind zulässig.
  • Die wesentlichen Betriebsgrundlagen sind im gemeinschaftlichen Vermögen der PVE-Gruppenpraxis GmbH zu halten.
  • Auf Ebene der Gesellschaft erfolgt die Gewinnermittlung im Rahmen der Bilanzierung. Ein Jahresabschluss iSd. UGB ist aufzustellen.
  • Der Steuersatz auf erwirtschaftete Gewinne liegt im Falle der Vollausschüttung bei 45,625 %. Eine Optimierung der Steuerbelastung mittels fremdüblicher Bezüge ist möglich.
  • Werden Gewinne in der GmbH belassen (keine Ausschüttung), so beträgt die Steuerbelastung 25 % KÖSt. Dies ist z.B. ein wesentlicher Vorteil, wenn Liquidität für zukünftige Investitionen oder zur Tilgung von Krediten in der GmbH benötigt wird.