Handbuch für Primär-Versorgungs-Einheiten

Gesellschafterdarlehen

Für eine Gründung einer PVE in der Rechtsform einer GmbH steht neben der klassischen Finanzierung einer Bank eine weitere Möglichkeit zur Verfügung: Eine Gesellschafterin/ein Gesellschafter der PVE-GmbH gewährt zusätzlich zum Eigenkapital auch ein Darlehen. Damit dieses steuerlich als Fremdkapital anerkannt wird, müssen die Darlehensbedingungen fremdüblich ausgestaltet sein.

Nach den Maßstäben einer fremdüblichen Ausgestaltung muss eine Vereinbarung

  • nach außen ausreichend zum Ausdruck kommen,
  • einen eindeutigen, klaren und jeden Zweifel ausschließenden Inhalt haben und
  • zwischen Fremden unter den gleichen Bedingungen abgeschlossen werden.

Für die Darlehensgewährung einer Gesellschafterin/eines Gesellschafters einer PVE-GmbH empfiehlt sich daher jedenfalls, einen schriftlichen Darlehensvertrag, der sämtliche Darlehensbedingungen zu fremdüblichen Konditionen beinhaltet, abzuschließen. Bei fremdüblicher Ausgestaltung sind Zinskosten auf Ebene der GmbH steuerlich abzugsfähig und auf Ebene des Gesellschafters mit dem progressiven Einkommensteuertarif zu versteuern (nicht mit dem Sondersteuersatz von 27,5 %).