Handbuch für Primär-Versorgungs-Einheiten

Zunächst ist der Kapitalbedarf für die geplante PVE anhand einer Kapitalbedarfsplanung zu ermitteln. Für diese Kapitalbedarfsplanung können die Angaben aus dem Kapitel Gründungskosten einer Primärversorgungseinheit als Hilfe verwendet werden.

Hat diese Kapitalbedarfsplanung eine bestimmte Summe ergeben, stellt sich die Frage nach den Finanzierungsmöglichkeiten. Dabei ist zu ermitteln, wie viel Eigenkapital durch die an der PVE beteiligten Ärztinnen/Ärzte aufgebracht werden kann.

Eine Eigenkapital-Quote von 20 – 30 % gilt als Richtschnur, es gibt allerdings keine allgemein gültige Regel. Die Vorteile bzw. Eigenschaften der Eigenkapitalfinanzierung sind:

  • Das Kapital steht der PVE dauerhaft zur Verfügung.
  • Eine gute Eigenkapitalausstattung erleichtert die Finanzierung durch Fremdkapital.
  • Die Gesellschafterinnen/Gesellschafter sind als Eigenkapitalgeberinnen/Eigenkapitalgeber am Unternehmen beteiligt.