Handbuch für Primär-Versorgungs-Einheiten

Eine essenzielle Voraussetzung für eine PVE nach dem PrimVG ist, dass diese mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgestattet ist. Anknüpfend an die gesetzlich vorgesehenen Organisationsformen einer Primärversorgungseinheit (PVE) als Primärversorgungszentrum an einem Standort (PVZ) oder Primärversorgungsnetzwerk an mehreren Standorten (PVN) unterscheidet man nach den möglichen Rechtsformen einer Primärversorgungseinheit.

Ein PVZ kann nur in folgenden Rechtsformen geführt werden:

  • Gruppenpraxis als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
  • Gruppenpraxis als Offene Gesellschaft (OG)
  • selbstständiges Ambulatorium

Für den Betrieb eines PVN bestehen grundsätzlich keine Beschränkungen in der Rechtsform. Allerdings kann nach den Vorgaben des Gesetzes ein PVN nur aus freiberuflich tätigen Ärztinnen/Ärzten, Gruppenpraxen sowie anderen nichtärztlichen Angehörigen von Gesundheits- und Sozialberufen oder deren Trägerorganisationen gebildet werden. Folglich kommen für ein PVN nachstehende Rechtsformen infrage:

  • Gruppenpraxis als GmbH
  • Gruppenpraxis als OG
  • Verein
  • Genossenschaft

Nähere Informationen zur steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Behandlung der Rechtsformen finden sich in den wirtschaftlichen Aspekten.