Handbuch für Primär-Versorgungs-Einheiten

Das Primärversorgungsgesetz unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei möglichen Organisationsformen einer PVE:

  • Primär-Versorgungs-Zentrum an einem Standort (PVZ) und
  • Primärversorgungsnetzwerk an mehreren Standorten (PVN).

Während bei einem PVZ die jeweiligen Ärztinnen/Ärzte und die weiteren Gesundheitsberufe unter einem Dach arbeiten, üben beim PVN die jeweiligen Ärztinnen/Ärzte und die weiteren Gesundheitsberufe ihren Beruf an verschiedenen Standorten aus. Diese Standorte können über eine Trägerorganisation miteinander verbunden oder unterschiedliche Betriebsstätten einer Gesellschaft sein.

PVE an einem Standort (PVZ)

Die Zusammenarbeit von freiberuflichen Ärztinnen/Ärzten im Rahmen eines PVZ erfolgt in Form einer Gruppenpraxis nach dem Ärztegesetz. Eine solche kann nach den derzeit geltenden Bestimmungen als eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder als eine offene Gesellschaft (OG) ausgestaltet sein. Eine weitere Möglichkeit ist die Gründung eines selbstständigen Ambulatoriums. Ausführliche Informationen dazu entnehmen Sie bitte den rechtlichen Aspekten/Rechtsformen einer PVE.

PVE-Netzwerke (PVN)

Für die Zusammenarbeit in einem PVN ergeben sich in Verbindung mit den derzeit geltenden Bestimmungen des Ärztegesetzes folgende Möglichkeiten:

1. PVE-Netzwerk als dislozierte Gruppenpraxis gem § 52 Abs 4 ÄrzteG in der Rechtsform einer GmbH oder OG:

Besonderheit: Die einzelnen Standorte sind Betriebsstätten der PVE-Gruppenpraxis.

2. PVE-Netzwerk mit rechtlich getrennter Trägerorganisation:

Besonderheit: Für PVE-Netzwerke sieht das PrimVG die Möglichkeit vor, dass die Trägerorganisation der PVE von den ärztlichen Ordinationen rechtlich getrennt ist.

Ausführliche Informationen dazu entnehmen Sie bitte den rechtlichen Aspekten/Rechtsformen einer PVE.