Handbuch für Primär-Versorgungs-Einheiten

Aufgabenverteilung und Regelung von Kompetenzen

Abgeleitet aus dem Leistungsangebot im Versorgungskonzept, der Aufbauorganisation und entsprechend den berufsrechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere jenen aus

  • § 2 Ärztegesetz
  • §§ 14, 15, 16 GuKG, gehobener Dienste für Gesundheits- und Krankenpflege
  • § 9 Ordinationsassistenz, MAB-Gesetz
  • MTD-Gesetz,

sind die in der PVE zu erbringenden Aufgaben zur Versorgung der Patientinnen und Patienten nach Qualifikationen und Kompetenzen zu definieren und in den jeweiligen Stellenbeschreibungen festzuhalten. Darüber hinaus wird es als wichtig erachtet, die konkrete Ausprägung der Rolle der PVE-Managerin/des PVE-Managers ausgehend von der Aufbauorganisation (z.B. Organigramm) zu definieren. Als Managementaufgaben werden in der Organisationstheorie Planung, Organisation, Steuerung und Kontrolle angeführt.

Ein besonderes Augenmerk ist auf den Zusammenschluss unterschiedlicher Organisationen (z.B. bestehende Einzelordinationen schließen sich zu einer PVE zusammen) zu legen.

Einzelordinationen sind aufgrund der geringen Anzahl an (oft langjährigen) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern häufig loser organisiert. Durch die komplexere Organisation einer PVE bekommt Formalisierung einen größeren Stellenwert.

Mit dem Zusammenschluss von mehreren Ordinationen einhergehend, fließen unterschiedliche (bisher gewohnte) Arbeitsweisen und Unternehmenskulturen ein. Die Festlegung einer gemeinsamen Ablauforganisation (Prozesse) ist unabdingbar, eine gewisse Standardisierung somit erforderlich.

In einer Einzelordination sind oft ein bis zwei Personen „für alles“ zuständig. Es wird ein generalistischer Ansatz vertreten. Durch die verschiedenen Rollen in einer PVE und die unterschiedlichen Ausbildungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können die einzelnen Aufgaben jedoch auf Basis der entsprechenden vorhandenen Kompetenzen und Verantwortungen verteilt werden. Dadurch erfolgt im Rahmen der Aufgabenerbringung eine Fokussierung bzw. Spezialisierung.

Unabhängig davon ob verschiedene bestehende Teams mit unterschiedlichen Unternehmenskulturen und Arbeitsweisen zu einem gemeinsamen PVE-Team zusammengeführt werden oder ob die PVE gänzlich neu gegründet wird, ist von Beginn an ein besonderes Augenmerk auf Teamentwicklung zu legen.

Worum geht es?

  • Formalisierung
  • Standardisierung
  • Spezialisierung

Einzelordinationen sind aufgrund der geringen Anzahl an (oft langjährigen) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern häufig loser organisiert. Durch die komplexere Organisation einer PVE bekommt Formalisierung einen größeren Stellenwert.

Mit dem Zusammenschluss von mehreren Ordinationen einhergehend, fließen unterschiedliche (bisher gewohnte) Arbeitsweisen und Unternehmenskulturen ein. Die Festlegung einer gemeinsamen Ablauforganisation (Prozesse) ist unabdingbar, eine gewisse Standardisierung somit erforderlich.

In einer Einzelordination sind oft ein bis zwei Personen „für alles“ zuständig. Es wird ein generalistischer Ansatz vertreten. Durch die verschiedenen Rollen in einer PVE und die unterschiedlichen Ausbildungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können die einzelnen Aufgaben jedoch auf Basis der entsprechenden vorhandenen Kompetenzen und Verantwortungen verteilt werden. Dadurch erfolgt im Rahmen der Aufgabenerbringung eine Fokussierung bzw. Spezialisierung.

Unabhängig davon ob verschiedene bestehende Teams mit unterschiedlichen Unternehmenskulturen und Arbeitsweisen zu einem gemeinsamen PVE-Team zusammengeführt werden oder ob die PVE gänzlich neu gegründet wird, ist von Beginn an ein besonderes Augenmerk auf Teamentwicklung zu legen.