Handbuch für Primär-Versorgungs-Einheiten

Das Thema IT ist für eine PVE, wo unterschiedliche Teammitglieder Patientinnen/Patienten betreuen, eine zentrale Informations-Drehscheibe. Daher finden Sie im Handbuch auch ein eigenes Kapitel, das Sie auf dem Weg zu Ihrer passenden Lösung unterstützt. Unter anderem werden im Handbuch folgende Fragen in Bezug auf IT detaillierter betrachtet:

Hat meine Organisationsform Einfluss auf die Gestaltung meiner IT?

Ob die PVE als Primär-Versorgungs-Zentrum oder als Netzwerk konzipiert wird, beeinflusst auch die Betrachtung der IT. Eine PVE-weit einheitliche IT-Lösung unterstützt bruchfrei die gemeinsame Arbeit und schafft Synergien für alle Beteiligten. Sie kann grundlegend in beiden Organisationsformen eingesetzt werden. Wenn in einem Netzwerk die beteiligten PVE-Partnerinnen/Partner unterschiedliche IT-Lösungen nutzen, bedarf es zusätzlicher integrierender Komponenten, die den notwendigen Informationsaustausch (z.B. Patientenakt, Terminverwaltung) gewährleisten.

Welche Komponenten muss ich bei meiner IT-Lösung berücksichtigen?

Grundlegend ist eine PVE wie eine Klein- und Mittelunternehmung zu betrachten. Es gibt allgemeine und branchenspezifische Komponenten, die für eine PVE-IT-Implementierung einzubeziehen sind. Für jede dieser Komponenten ist zu entscheiden, in welcher Ausformung und Tiefe eine Implementierung erfolgen soll. Hierfür finden Sie im Handbuch die wesentlichen Komponenten aufgeführt und beschrieben, wie auszugsweise:

  • Patientenakt
  • Medikamente
  • Labor
  • Terminverwaltung
  • Personalverwaltung
  • Abrechnung
  • etc.

Man hört viel über Datenschutz und Datensicherheit – worauf muss ich achten?

Das Handbuch informiert Sie über Vorgaben im Rahmen des Datenschutzes und betrachtet auch konkrete Anwendungsfälle wie z.B. Nutzung mobiler Devices (Handy, Tablet) oder elektronischer Versand von Befunden. Generelle Informationen zum Datenschutz wie z.B. zur Datenschutzgrundverordnung und zum Datenschutzbeauftragten finden Sie im Kapitel Recht.

Ich habe noch wenig Erfahrung mit IT-Anbindungen an ELGA oder e-Card-Systeme – was sollte ich darüber wissen?

Das e-Card-System bindet die IT-Infrastruktur der Ordination/PVE an die Systeme des Hauptverbandes und des Peering-Points an. Der Peering-Point verbindet als sicheres Netzwerk angeschlossene Ärzte, Krankenanstalten und Apotheken. So können Dienste des Hauptverbandes (z.B. Versicherungsdatenabfrage, Arzneimittel-Bewilligungs-Service) in Anspruch genommen werden. Die technische Anbindung erfolgt mittels spezieller Hardware (Gina-Box, e-Card-Router, Kartenleser).

ELGA – die elektronische Gesundheitsakte – dient dem Austausch von Gesundheitsdaten zwischen verschiedenen Gesundheitsdiensteanbietern (GDA). So können Sie in der PVE rasch auf relevante e-Befunde (z.B. Entlassungsbriefe, Labor- oder Röntgenbefunde) zugreifen oder mittels e-Medikation (in Ausrollung 2018–2019) bestehende Verordnungen einsehen und Ihre Verschreibungen einpflegen. Die technische Anbindung an ELGA erfolgt über das e-Card-System.

Auf die jeweiligen Funktionalitäten von e-Card und ELGA können Sie bei entsprechender Integration direkt in Ihrer Ordinations-/PVE-Software zugreifen oder gesondert über eine eigene Weboberfläche.

Welche IT-Grundlagen können mir helfen, Fragestellungen und Lösungsvorschläge meines IT-Dienstleisters besser zu verstehen?

Wie in den Gesundheitsberufen, gibt es auch in der IT eine Fachterminologie und gängige Beschreibungen nötiger Komponenten. Das Handbuch zur Gründung einer PVE wählt in der Darstellung der IT-Anforderungen eine möglichst allgemein verständliche Sprache und orientiert sich an praxisnahen Beispielen. Erklärungen zu Fachbegriffen und grundlegenden Hard- und Softwarekomponenten sind komprimiert im Anhang ausgeführt. Hier finden Sie unter anderem vertiefende Informationen zu:

  • IT-Standards
  • Netzwerklösungen und ihre Komponenten
  • Typische Anwendungsfälle („use cases“)
  Hier geht es zum Hauptteil IT-Aspekte